Räumlich­keiten


Empathie mit Stil: Architektur für Ärzte und Patienten

Health For Life Wien

Die Gestaltung eines Mietobjekts für ärztliche Tätigkeiten stellt Architekten vor besondere Herausforderungen. Die Architektur muss nicht nur die Wege und Abläufe im Ordinationsalltag berücksichtigen, sondern auch auf die besonderen Bedürfnisse der PatientInnen achten. Für die Räumlichkeiten von HEALTH FOR LIFE am Währinger Gürtel in Wien begegnete das Architekturbüro smartvoll diesen Ansprüchen mit einer Lösung, die Vertrauen schafft und die folgenden Werte reflektiert: offen, modern und einfühlsam.

Health For Life Wien

HEALTH FOR LIFE eröffnete im Oktober 2014 in der Pulverturmgasse 22 im 9. Wiener Gemeindebezirk. HEALTH FOR LIFE sieht sich als freundlicher und kompetenter Partner seiner PatientInnen, denen hier auf Augenhöhe begegnet wird. Der Architektur kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: verstanden als Mittel, Ängste zu nehmen, Vertrauen aufzubauen und Wertschätzung auszudrücken. Gleichzeitig bildet sie durch ihre formale Qualität das Niveau der medizinischen Leistungen nach außen hin ab: Wo die Gestaltung das Heute reflektiert, wird auch am neuesten Stand gearbeitet. Damit dient die Architektur nicht zuletzt als Alleinstellungsmerkmal und Mittel der Positionierung, auch gegenüber dem Mitbewerb.

Health For Life Wien

Verantwortlich dafür zeichnen Philipp Buxbaum und Christian Kircher vom Wiener Büro smartvoll Architekten. In enger Zusammenarbeit mit den Auftraggebern Dr. Sabine Scherzer und Priv. Doz. Dr. Thomas-Matthias Scherzer– zwei jungen Spitalsärzten, die sich nun mit den Ordinationsräumen HEALTH FOR LIFE selbständig gemacht haben – entstand ein Konzept, das sich an den Bedürfnissen der PatientInnen ausrichtet. Ein wichtiger Aspekt dabei ist das Vermeiden von Frontalsituationen. Schon im Eingangsbereich wird auf die reguläre Empfangstheke zugunsten eines Infopoints verzichtet. Ein skulpturaler, dem Logo entlehnter Kreis als Symbol des Lebenszyklus, der mit seiner Transparenz ein erstes Zeichen des Vertrauens setzt, schafft eine starke Begrüßungsgeste. Das klassische zentrale Wartezimmer gibt es hier nicht. Stattdessen nehmen die PatientInnen vor den jeweiligen Behandlungsräumen in gemütlichen, diskreten Wartenischen Platz, von wo sie direkt vom behandelnden Arzt/ der behandelnden Ärztin in den Behandlungsraum geleitet werden. Die Kommunikation geschieht auf Augenhöhe: ÄrztInnen und PatientInnen setzen sich zum Gespräch gemeinsam an einen Tisch. – Entsprechend wurde auch das Mobiliar gewählt.

Health For Life Wien

Der barrierefreie Eingang wurde aus Gründen der Diskretion vom Gürtel in eine Seitengasse verlegt,. Abgesehen vom Eingangsbereich, wo der Bezug nach außen wichtig ist, umgibt ein Vorhang die Räumlichkeiten. Das Nach-Innen-Kehren, weg von der Straße, schafft eine vertraute, geschützte Atmosphäre, zusätzlich unterstrichen vom warmen Ton des Parketts. Wesentlich ist auch die Lichtdramaturgie. Vom hellen Entree wird das Licht zu den Wartenischen hin abgedämpft, während in den Behandlungsräumen warmes Licht für Entspannung bei den PatientInnen sorgt. Im Ganzen eine Lösung, deren zeitgemäßer und empathischer Charakter wesentlich zur Kundenbindung beiträgt, welche schließlich auch im medizinischen Bereich immer wichtiger wird.

Health For Life Wien

Architekturbüro smartvoll